HAUS UND ATELIER LANG-KRÖLL IN GLEIßENBERG, 2001
FLORIAN NAGLER ARCHITEKTEN, MÜNCHEN
Das »Plastikhaus« greift regionale Traditionen nicht an, allenfalls verschiebt es Sehgewohnheiten. Es erreicht eine Transformation vertrauter Formen und Bauweisen, indem es sie mit modernen Mitteln neu interpretiert.
Mit seiner einfachen Form und dem steilen Schindeldach fügt es sich in die umgebende Bebauung ein. Der Holzbau ruht auf einem Sockel aus Sichtbeton, von dem aus der Zugang zum Wohngeschoss erfolgt. Das darüber liegende Atelier, das der Bauherr und Künstler Peter Lang zur Anfertigung großformatiger Holzschnitte nutzt, wird durch eine separate Außentreppe erschlossen.
Die Kunststoffhülle erfüllt zwei wichtige Bedingungen: den Wunsch nach viel Licht und die Notwendigkeit, einen engen Kostenrahmen einzuhalten. Die Polykarbonatfassade hielten Nachbarn während des Bauprozesses fälschlicher Weise für einen „Winterschutz“ der Holzkonstruktion.

Bauherr:  Gabriele Lang-Kröll und Peter Lang
Nutzfläche:  157 m²
Baukosten:  250.000 €