REGINA SCHINEIS ARCHITEKTIN, AUGSBURG

Funkfeststation (2001)
Fahrgastsystem (2001)
Metallfassade für eine Trafostation (2002)
Einstiegsbauwerk für eine unterirdische Trafostation (2001)

„Einraum eingepackt. Nutzung weggepackt. Zum Spiel des Lichts und des Schattens gemacht“.
So fasst Regina Schineis die Verhüllung einer Funkfeststation zusammen. Die Schaltschränke stehen in einer Glasbox, die in ein unregelmäßig gewickeltes Kupferband eingeschlagen ist. Tagsüber glänzt das Metall, nachts scheint das Innere zwischen den Bändern hindurch und erzeugt einen Negativabdruck der Wicklung.
Mit der Verlängerung der Straßenbahnlinie zum Zentralklinikum wurden begleitende technische Bauwerke und Fahrgastunterstände nötig.
Zudem wurde ein modulares System für Fahrgastunterstände, Wartehallen, Fahrradüberdachung und Geländer entwickelt. Einfache Elemente, Halbrahmen, zusammengesetzt aus zwei Flachstählen, wurden aneinandergereiht oder gegenübergestellt. Die Rückwand wird je nach Situation verglast, transparent farbiges Siebdruckglas setzt Akzente, nimmt den Farbton der Umgebung auf, verstärkt ihn, und verschafft den funktionalen Fahrgastunterständen Präsenz im städtischen Raum. Durch das Modulsystem, das auf unterschiedliche Orte reagieren kann, sich einfügt, oder Zeichen setzt, bekommt die neue Straßenbahnlinie ein ganzheitliches Erscheinungsbild. Profane Alltagsarchitektur erhält eine poetische Ausstrahlung.

Bauherr:  Stadtwerke Augsburg Verkehrs GmbH

A Funkfeststation
Nutzfläche:  2.5 x 2.5 m²
Baukosten:  20.000 €

B Fahrgastsystem

C Metallfassade für eine Trafostation
Nutzfläche:  225 m²
Baukosten:  20.000 €

D Einstiegsbauwerk für eine unterirdische Trafostation
Nutzfläche:  1.2 x 8.0 m²
Baukosten:  12.000 €